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Seminar Porno filmen

DIY – Selbst Pornofilme drehen – Tutorial Teil 3 – Framerate und Shutterspeed

How To – gute Pornofilme auch als Amateur produzieren

Weiter geht´s mit Teil 3 des Tutorials rund um Pornofilme. Auch hier wird´s nochmal technisch, weil korrekt eingesetzte Technik eben die Grundlage jedes Pornofilmes ist. Ich zeige dir die Aspekte der Frameraten und Shutterspeed von der Aufnahme bis zum Zuseher sowie die Probleme mit Formatwandlung für Computermonitore. Wenn du direkt über eine Suchmaschine hier gelandet bist – los geht´s hier mit Teil 1 meines Porno Seminares.

Früher liefen Pornofilme auf der Flimmerkiste

… weil der langsame Bildaufbau (durch die fluoreszierende Leuchtschicht) sowie die Bildwiederholrate bei alten Röhrenfernsehern den Begriff „Flimmerkiste“ geprägt haben.
Aber auch im digitalen Zeitalter ist dein Porno vor Flimmern und anderen unschönen Bildfehlern nicht sicher. Der häufigste Grund warum bei der Aufnahme Bildfehler wie laufende weiße Horizontalstreifen entstehen ist, wenn die Bildrate (= Framerate) und vorallem Belichtungszeit (= Shutterspeed) der Kamera nicht mit der Netzfrequenz der Beleuchtung übereinstimmt. Auch hier nochmal der Verweis auf Teil 1 des gesamten Tutorials.

Das hat folgenden Hintergrund:
Die üblichen Haushaltsstromnetze werden mit Wechselstrom betrieben. Wechselstrom bedeutet, dass die Stromrichtung kontinuierlich gewechselt wird, sich also umkehrt. D.h. die Spannung steigt bis zum positiven Maximalwert (sinusförmig) an, um dann ebenso bis Null abzufallen und in die Gegenrichtung (negativ) auszuschlagen. Beide Halbwellen (negativ & positiv) zusammen bilden eine Periode.
Die Häufigkeit dieser Perioden (auch Schwingungen genannt) wird in Herz (Hz) gemessen & angegeben, was die Anzahl der Perioden pro Sekunde bedeutet. Dies ist die sogenannte Frequenz.

Das europäische Stromnetz wird mit einer Frequenz von 50 Hz betrieben. Das heißt, ein Leuchtmittel am 50 Hz Netz betrieben „geht 100x pro Sekunde an und aus“. Das menschliche Auge nimmt das aber aufgrund der „hohen Geschwindigkeit der Wechsel“ (= der Frequenz) nicht wahr. Bei Leuchtstofflampen und LED-Lampen kann ein ähnlicher Effekt auftreten, je nachdem wie viel oder wenig davon von der Treiber-Elektronik der Leuchten ausgefiltert wird.
Nun kannst du dir selbst denken, dass bei Aufnahmen mit 60 Bilder pro Sekunde und einer 100x pro Sekunde „an- & ausgehenden“ Lichtquelle etwas nicht zusammen passt. Es können sich dann nämlich Effekte ähnlich denen ergeben, wenn Räder oder Propeller im Video rückwärts zu laufen scheinen. Nur das in diesem Fall helle & dunkle horizontale Streifen von oben nach unten durchs Bild laufen (wenn deine Kamera den Chip in Zeilen von oben nach unten ausliest – sonst halt entsprechend in einer anderen Richtung). Verstärkt werden kann dieser Effekt von gedimmten Lichtquellen.
Leider sind diese Bildfehler auch nicht mit Sicherheit im Sucher oder Display der Kamera während der Aufnahmen erkennbar. Die bösen Überraschungen kommen meist dann, wenn die Pornoszene lange vorbei ist und man seine Pornoszenen danach in voller Bildgröße am Computer ansieht.

Warum gibt es dann die unterschiedlichen Framerate Einstellungen in Videokameras – die auch für Pornos wichtig sind?

Da das heutzutage eigentlich keinen augenscheinlichen Sinn mehr macht in 50 & 60 Bilder zu unterscheiden bzw. diese Einstellungen anzubieten, ist für die Erklärung ein kleiner Ausflug in die Historie nötig.
Der Zeilenaufbau bei alten Röhrenfernsehern wurde zumeist über die Netzfrequenz getriggert. Mit jeder Periode wurde der bilderzeugende Elektronenstrahl „auf die Reise geschickt“. Das ergab dann bei 50 Hz eben genau 50 Halbbilder (PAL-System/Europa). Die gleichzeitige mögliche Menge an zu übertragenden Daten (= Bildinhalten) wurde von der analogen Bandbreite begrenzt. Auch aus diesem und anderen Gründen wurde ein Bild in 2 Halbbilder aufgeteilt, welche nacheinander übertragen & wiedergegeben wurden. Die Trägheit des menschlichen Auges setzt diese 50 Halbbilder zu 25 fortlaufenden Einzelbildern zusammen. Flimmerkiste halt…
In Amerika hat das Stromnetz aber eine Frequenz von 60 Hz. Analog dazu wurden in Amerika in alten TV-Geräten 60 Halbbilder erzeugt (NTSC-System). Es gibt aber abgesehen davon noch andere Unterschiede zwischen PAL <> NTSC.
Jedenfalls haben sich diese Unterschiede aus der Historie heraus bis heute erhalten. Auch und vor allem deshalb, weil das was ich oben über mögliche Probleme beim Zusammenhang Framerate/Shutterspeed <> Lichtfrequenz geschrieben habe, gilt ja in beide Richtungen.
Europäer können am 50 Hz Stromnetz Probleme mit 60 fps (frames per second = Bilder pro Sekunde) und einer dazu passenden Belichtungszeit bekommen, aber natürlich auch umgekehrt. Wenn beispielsweise in Ländern mit 60 Hz Stromnetz bei 50 fps und entsprechendem Shutterspeed aufgenommen wird, ist dadurch die Gefahr von Bildfehlern ebenso gegeben.
Denn ebenso verhält es sich mit den Belichtungszeiten/Shutterspeed. Eine 1/60 Sekunde Belichtungszeit bei einer Framerate von 50p kann große Probleme (z.B. Flimmern) verursachen. Ebenso andere, ungerade (also nicht glatt durch die Framerate teilbare) Belichtungszeiten.

Alle diese Überlegungen sind natürlich überflüssig, wenn du mit professionellem (= flickerfreiem) Video-Licht drehst und das deine einzigen Lichtquellen sind. Denn gute Videoleuchten sind so ausgelegt & von der Elektronik her gebaut, dass sie kein Flimmern erzeugen. Aber Achtung – meistens ist dort wo besonders groß „Profi“ draufsteht genau das Gegenteil drin!

Gibt es die ideale Porno Framerate?

Klares… NEIN!
Denn erstens gibt es Outdoor mit der Sonne (und ggf. Reflektoren) als alleinige Lichtquelle diese Probleme naturgemäß nicht.
Zweitens ist eine heutzutage oft genutzte Bildwiederholfrequenz auf Computermonitoren 60 Hz!

Aufgrund des vorherrschenden Ausspielweges via Computer zum Konsumenten, wäre eigentlich 30/60 fps die angesagte Aufnahme-Framerate auch für Pornovideos. Für eine Aufnahme in europäischem Kunstlicht (also in Innenräumen, wo ja der Großteil an Pornofilmen entsteht) aber wieder 25/50 fps. Um also abschätzen zu können was nun das geringere Übel ist, muss wieder etwas Hintergrundwissen her. Denn im Nachhinein (also im Schnittprogramm = Postproduktion) diese Framerate zu verändern, bringt große Qualitätsverluste mit sich.

Formatwandlungen bzw. Normwandlung für Pornoszenen

Wie oben schon beschrieben, wurden analoge TV-Bilder aus 2 Halbbildern zu 25 oder 30 Vollbildern zusammengesetzt. Zum Vergleich – Kinofilme werden mit 24p (24 Vollbildern pro Sekunde) produziert und wiedergegeben.

Computerbildschirme (wozu auch Tablet-/Handy-/Laptop-Displays zählen) bauen das Bild aber nicht in Halbbildern, sondern nur noch in Vollbildern auf. Daher sind eigentlich Halbbildformate wie 50i/60i hinfällig. Sollte man meinen, ist aber nicht ganz so.
Denn wie oben bei der Analogübertragung beschrieben, fällt bei der Verarbeitung eines Halbbildes nur die Hälfte der Datenmenge gegenüber einem Vollbild gleichzeitig an. Wenn also der Bildprozessor in deiner Kamera nicht die Bandbreite besitzt um die Information eines Vollbildes gleichzeitig 50x pro Sekunde zu verarbeiten (50p), kann er dies evtl. noch mit 50 Halbbildern pro Sekunde (50i). Nun „klingt“ eine Framerate von „50“ natürlich besser als „25“ – wenn man eben das kleine „i“ oder „p“ nicht beachtet!
Mit 50i (60i) Aufnahmen bleiben aber trotzdem nur echte 25 (30) Vollbilder pro Sekunde für dich als Pornofilmer / In übrig.
Dein Schnittprogramm, deine App oder das Rendering-Modul der Webseite wo du deine Pornos veröffentlichst, setzt diese 50 oder 60 Halbbilder dann wieder zu 25/30 Vollbildern zusammen. Denn auf einem Computermonitor oder Handydisplay gibt es eben keine Halbbilder.

Mit dem Wissen aus den vorherigen Abschnitten ergeben sich daraus weitere Überlegungen für Pornofilme. Zusammengefasst:

– In Europa mit einem 50 Hz Stromnetz „passt“ eine Framerate von 30/60 Bildern nicht zu Kunstlichtquellen.

– In Europa (50Hz) passt eine Shutterzeit außerhalb der „50-er Schritte“ (1/50 – 1/100 – 1/150) nicht zur Framerate von 50 fps

– Aufnahmen mit einer Framerate von 25/50 Bildern „passen“ wiederum nicht zu der häufigsten Bildwiederholrate von 60 Hz auf Computermonitoren und anderen Displays.

Das „Passen“ (bzw. „nicht passen“) heißt, dass sich durch die ungleichen Frequenzen teils kaum merkliche, teils doch starke Störeffekte ergeben können. Den möglichen Einfluss von Framerate/Shutterspeed <> Lichtfrequenz auf Bildfehler in Pornoszenen habe ich bereits ausführlich dargestellt.
Bei einem Pornovideo das mit 25p oder 50p gerendert ist und auf einem 60Hz Display wiedergegeben wird, können sogenannte Microruckler oder Microaussetzer (der flüssigen Bewegung) auftreten. Dies beruht auf der Tatsache, dass der Bildaufbau mit 60Hz eben nicht ganz synchron zu 25 oder 50 Bildern/Sek. stattfindet. Diese werden von verschiedenen Personen individuell starkt wahrgenommen: Viele Personen nehmen solche Microruckler gar nicht wahr, manche hingegen schon. Denn bei einem guten Monitor mit einer Bildausbauzeit von z.B. 4 Millisekunden, spreche ich hier also von Rucklern die maximal (!) eine 1/250 Sekunde dauern!
Meiner persönlichen Ansicht nach ist dies daher die letzte aller in diesem und den vorherigen Teilen beschriebenen Fehlerquellen die man bei Pornos beachten sollte. Bei der Aufnahme entstehende Fehler wie Flimmern aufgrund nicht synchroner Frequenzen zwischen Licht <> Kamera wiegen viel schwerer!

Das Schlechteste was du jedoch machen kann, ist in der Nachbearbeitung die Framerate deiner Pornofilme zu ändern!

Das wäre dann eine klassische Formatwandlung bzw. Normwandlung. Normwandlung deshalb, weil sich dieser Begriff seit der Wandlung von 60 Hz der NTSC-Norm in 50 Hz der PAL-Norm gehalten hat.
Dabei ist es egal, ob diese Normwandlung die Kamera selbst, eine Handy-App, die Porno-Webseite oder ein tausende Euro teures Schnittprogramm durchführt. Es ist schlicht und einfach nicht ohne Verluste möglich, aus 60 fortlaufenden Bildern 50 fortlaufende zu machen.
Kleine Anmerkung zur Erklärung: Natürlich kannst du aus Videomaterial mit 50/Sek Vollbildern eine perfekte Zeitlupe machen, wenn du dein Material mit 25/Sek Vollbildern ausspielst/renderst. Dann erzeugst du mit allen zur Verfügung stehenden 50 Bildern/Sek eine halb so schnell laufende Zeitlupe in einem 25p Video völlig ohne Qualitätsverluste. Aber nie umgekehrt – denn wo sollten die „fehlenden“ Bilder denn herkommen!?!
Ebenso kannst du ohne Qualitätsverluste im Einzelbild 50p Material zu 25p Material rendern. Dann wird eben nur jedes zweite Bild dazu benutzt, um dein 25p Video zu erzeugen. Die Pornoszene läuft nach wie vor flüssig – mit 25 „originalen“ Einzelbildern. Auch hier gilt – nicht umgekehrt! Zusätzlich nötige Bilder die nicht nativ im Aufnahmematerial vorhanden sind, müssten elektronisch erzeugt, also „dazugerechnet“, „geschätzt“, „gemorpht“ oder sonst etwas werden.

Zurück zur 50p <> 60p Problematik: Wenn du also eine Normwandlung von 60>50 Bildern (analog 30>25 Bildern) durchführst, sind eigentlich 10 (5) Bilder „zuviel“ pro Sekunde vorhanden! Wo sollten diese Bilder hinkommen?
Einfach weglassen geht schlecht – ausgelassene Bilder sieht man sofort. Bleibt also nur der Weg wieder elektronisch umzurechnen, und mit Algorithmen die ähnlich dem Morphing funktionieren künstlich Zwischenbilder zu erzeugen. Das ist immer (!) mit großem Qualitätsverlust verbunden, und schade um ansonsten vielleicht gute Pornoaufnahmen!!!
Umgekehrt – also aus 25 (30) Bildern 50 (60) zu machen, bringt meist noch höhere Qualitätseinbußen mit sich. Daher ist eine derartige Normwandlung für mich immer nur das allerletzte (!!!) Mittel wenn es gar nicht anders geht.

Die Praxis: Gute Pornofilme in´s Internet zu stellen

Alle diese Zusammenhänge bedeuten damit auch, dass du Bescheid wissen solltest was Webseiten auf denen du deine Pornos zeigst, nach dem Upload mit deinen Pornovideos „machen“. Damit ist gemeint, in welche(s) Ausspielformat(e) mit Framerate, Bildgröße, Datenrate etc. deine Pornos von der Webseite geändert werden. Das findest du auf den technischen Hilfeseiten, kannst es beim Support erfragen oder mit entsprechenden Tools/Videoplayern auch selbst analysieren, indem du dir selbst Pornovideos der entsprechenden Plattform ansiehst.
Die meisten mir bekannten Webseiten legen sich nicht mehr auf eine einzige Framerate fest, sondern akzeptieren & geben hochgeladenes Material in den originalen 25p oder 30p wieder. Sehr selten wird auch bei Pornos die im Internet angesehen werden mit höheren Bildwiederholraten (50p oder 60p) gearbeitet. Das hat den ganz einfachen Hintergrund, dass Pornos auch mit 25p schon flüssig laufen und eine höhere Framerate automatisch (bei gleichbleibender Qualität des Einzelbildes) einen höheren Datendurchsatz bedeutet. Bei 50 anstatt 25 Bilden eben bis zu dem Doppelten an Daten. Und was hilft die schöne hohe Framerate, wenn das Video dann beim Betrachter anfängt zu ruckeln, weil die hohe Datenmenge über die Kapazität der Leitung, des WiFi oder LTE geht?
Nichts!

Diese Überlegung kannst & solltest du auch anstellen, wenn du Pornos auf selbst erstellten Homepages veröffentlichst. Denn bei gleichbleibender Datenrate kannst du in halb soviele Bilder/Sek wesentlich mehr Daten = Qualität in das Einzelbild verpacken.
Also – lieber weniger Bilder/Frames > aber dafür gute Bilder/Frames – die auch beim Pornokonsumenten ankommen (können).

In der Summe der Faktoren aus Teil 1 und Teil 2 des Tutorials – sowie der in diesem Teil beschriebenen Zusammenhänge hier habe ich selbst folgenden Porno Workflow für die technischen Aspekte der Aufnahmen:

  • Licht setzen wo immer es nötig ist.
    Indoor also so gut wie immer. Outdoor (unter Sonnenlicht) helfen Reflektoren oder ein dimbares Ringlicht am Objektiv (outdoor mit 5600-6000K). Auch indoor mit eingeschränkten bzw. komplizierten Lichtverhältnissen unter reinem Kunstlicht ist ein gutes, dimmbares Ringlicht (indoor = ca. 3400K) das Mittel der Wahl, um dem Porno-Zuseher das zu zeigen was er sehen möchte.
  • Dabei nie „billige“ oder „irgendwelche“ Lampen/Leuchten verwenden, sondern solche Leuchten, die ein videotaugliches Farbspektrum haben. Sonst sehen alle (!) Körperteile und Einzelheiten entweder flau, matschig oder von den Farben her völlig unnatürlich aus. Das ist besonders wichtig bei LED- oder Neonleuchten zu beachten! Dabei ist bei Pornofilmen der Extended CRI speziell in den Werten R9, R13, R15 ausgesprochen wichtig!!!
  • Nur soviel Licht setzen wie nötig, nicht soviel wie möglich! Damit Szenen- & Raumstimmungen nicht „kaputt“ oder „platt“ leuchten.
  • Nur Kunstlicht (= Scheinwerfer) bestehend aus flickerfreien LED-Flächenleuchten oder videotauglischen Neon-Leuchten benutzen – die Lichttemperatur immer entsprechend der natürlich Grundbeleuchtung (outdoor = Sonne = ca. 5600-6000K; Indoor = Kunstlicht = ca. 3000-3400K)
  • Manueller Weißabgleich am Set (indoor wie outdoor). Immer mit Farb- & Exposure Abgleichskarten z.B. von X-Rite ColorChecker® Passport Video zum genauen Grading um später kleine Fehler perfekt ausgleichen zu können oder künstlerischen Spielraum zu haben.
  • Aufnahmen in 50p und einem Shutter-Speed von 1/150 o. 1/100 o. 1/50
  • Diesen „50p Workflow“ behalte ich so gut wie immer bei, außer es ist von vorne herein klar dass der Ausspielweg (= wenn es nur eine einzige Webseite ist) wirklich nur (!) 30p zulässt und das Material sonst nie (!) mehr anderswo gezeigt/verwendet wird.
  • Lichtstarkes Objektiv (Anfangsblende 1.4 bis max. 2.8) und ggf. hochwertige ND-Filter als Vorsatzfilter oder kameraintern zuschaltbar nutzen
  • ISO-Einstellung der Kamera max. 2x dem nativen ISO-Wert des Sensors; alternativ Gain max. +12db (dies gilt für Kameras mit einer Sensorgröße ab MFT aufwärts; darunter max. 1,5x native ISO/max. Gain +9db)
  • Aufnahmecodec & Datenrate so hoch (-wertig) und damit verlustfrei als möglich
  • Nachbearbeitung / Postproduktion ohne Normwandlung (heißt z.B. 50p Material nie in 30p oder 60p in 25p – einem nicht halbierbarem Verhältnis – wandeln) sondern max. halbieren der Bildrate (z.B. 50p > 25p)

Ich weiß, das war alles „viel Input“. Aber wenn du dich von der Masse der Hobbyfilmer absetzen willst, musst du diese Überlegungen kennen.


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Falls du dich selbst nicht mit diesen ganzen Aspekten auseinander setzen möchtest, kannst du über uns auch gute Kameraleute als Freelancer buchen. Schreib uns dazu einfach hier an

Weiter geht´s im nächsten Teil mit Farbtemperatur, Weißabgleich, „hartes“ & „weiches“ Licht, Licht setzen, Mischlicht usw.
Diese Artikel darf gerne verlinkt, jedoch nicht ganz oder auszugsweise kopiert werden.

Copyright: Ralph von Produktion Crew – Freier Produzent, Kameramann & Regisseur

Tutorial gute Amateur-Pornofilme drehen – Teil 2 – Belichtungsspielraum und Schärfentiefe, Sensorgröße

Pornovideos selbst gemacht…

Auch hier wieder ein paar Worte vorweg: Pornovideos unterliegen den selben technischen und gestalterischen Gesetzmäßigkeiten wie jeder andere (Video-)Film auch. Deshalb kann und wird dieses Porno-Tutorial keine Beschreibung im Sinne einer DIY (Do It Yourself) Anleitung „so wird´s gemacht“ sein. Ich zeige hier die Grundlagen technischer (und später) gestalterischer Aspekte auf, die für Pornovideos gelten. Genau wie auf einer Filmakademie, wo man auch nicht lernt z.B. den „perfekten Thriller“ zu drehen – sondern das grundlegende Handwerkszeug dazu vermittelt bekommt.
Welche/n Aspekt/e die oder der Leser/In dann als für sich und die eigenen Projekte als interessant und beachtenswert empfindet, bleibt jeder/jedem Einzelnen überlassen. Um diese zu vertiefen gibt es genug Foren und andere informative Seiten im Internet. Hier unten in der Diskussion/Kommentarfunktion kannst du aber gerne auch Fragen stellen, die ich beantworte.

Nach Teil 1 dieses Tutorials geht es weiter mit einem bisher noch der bisher nicht beachteten Aspekt bzgl. Licht & Belichtung:

Vergrößerung des Belichtungsspielraumes im Pornovideo

zum Beispiel durch ND-Filter oder Anpassung der ISO-Zahl.
ND-Filter (Neutral Density = Graufilter) sind Vorsatzlinsen oder in die Kamera eingebaute und zuschaltbare Filter, die ohne die Farbe zu ändern einen Teil des Lichtes „schlucken“. Sie werden dazu verwendet, in (zu) hellen Umgebungen den Lichteinfall in´s Objektiv und damit auf den Aufnahmechip zu reduzieren, um dann die Blende & Belichtungszeit wieder in einem der Aufnahme angepassten Rahmen einstellen zu können (siehe dazu auch Teil 1 = Shutter-Geschwindigkeit im Porno).
Früher wurden ND-Filter überwiegend nur bei sehr aufwändigen Produktionen (Foto & Video) eingesetzt. Aber mit der weiten Verbreitung von Kameradrohnen haben sie auch Einzug bei Amateur- und Hobbyfilmern gefunden. Zu jeder halbwegs guten Drohne findest du im Zubehörhandel ND-Filter. Denn wie im Porno wird auch bei bewegten Drohnen-/Flug-Aufnahmen oft ein weiches, angenehmes Bild angestrebt. Und das geht halt nicht mit einer Shutter-Geschwindigkeit von 1/500 Sekunde oder kürzer. Die Blende möglichst wenig zu öffnen bringt es auch nicht unbedingt (> siehe weiter unten bei Schärfentiefe)
Wenn du also öfters Porno-Szenen in hellen bis sehr hellen Umgebungen drehst (z.B. Outdoor im Sommer oder mit hellem, nicht dimmbaren Zusatzlicht indoor), solltest du dich vielleicht näher mit ND-Filtern beschäftigen.

Eine weitere Möglichkeit die Belichtung zu beeinflussen bzw. den Belichtungsspielraum anzupassen, ist die ISO Zahl.
Kurz zur Historie: Früher hatte ein Film (egal ob Fotoformat wie Kleinbild oder Mittelformat bzw. für Bewegtbilder wie 8, 16 ,32mm) eine feste Lichtempfindlichkeit. Oft genutzte Urlaubs-Kleinbildfilme für Strandaufnahmen hatten meist 100 ISO (genauer 100 ASA – aber das spielt hier keine Rolle), ein Klassiker unter höher empfindlichen Filmen für die Fotografie wäre der Schwarz-Weiß Film Illford HP5 mit 400 ASA (=ISO). Dieser Film wurde wegen seiner produktionsbedingten Körnigkeit gepaart mit hoher Lichtempfindlichkeit oft für erotische Aufnahmen und durchaus auch für Porn-Art und andere Pornografie eingesetzt.

Pornovideos mit der Digitalkamera drehen & die Einstellungen verstehen

Mit zunehmender Empfindlichkeit des Films bzw. Aufnahmemediums, kannst du also bei gleicher Blende mit kürzerer Verschlusszeit (Shutter) arbeiten, oder bei gleicher Verschlusszeit weiter abblenden (= die Blende weiter schließen, was eben die Schärfentiefe beeinflusst).
Die ISO-Einstellung an modernen Digitalkameras suggerieren nun, dass der Aufnahmechip fast beliebig innerhalb der wählbaren ISO Werte in seiner Empfindlichkeit – ohne weitere Effekte nach sich zu ziehen – verändert werden kann. Das stimmt aber so leider nicht. Man kann keinen Aufnahmechip (egal ob CCD, CMOS usw.) und dessen Eigenschaften mit einer externen Einstellung physikalisch verändern.
Vielmehr hat jeder elektronische Bildwandler (wozu Aufnahmechips zählen) einen sogenannten nativen ISO-Wert. Das ist die Empfindlichkeit, welche der Chip einfach „hat“, weil er so entworfen wurde.
Wenn ein Chip beispielsweise nativ eine Empfindlichkeit von ISO 400 hat, wird bei der Verstellung der Kamera auf ISO 100 (zur Erinnerung: 100 ISO ist weniger lichtempfindlich wie 400 ISO) einfach „elektronisch unterbelichtet“. Der Bildprozessor in der Kamera wird also Teile der Helligkeit „wegrechnen“. Dies ist im überwiegenden Fall ohne (merklichen) Qualitätsverlust möglich.
Der umgekehrte Fall wäre, eine Kamera mit nativem 400 ISO Chip auf 1600 oder 3200 ISO usw. einzustellen. Dann muss der Bildprozessor elektronisch „überbelichten“, was nichts anderes heißt als die vom Chip kommenden Bildinhalte zu verstärken. Jetzt kennt sicher jeder das Phänomen einer voll aufgedrehten Musikanlage, auf welcher momentan eine Pause zwischen den Liedern ist:
Es rauscht in den Lautsprechern. Je nach Qualität der Musikanlage eben stärker oder schwächer.

Und genau dieser Effekt tritt bei einem verstärkten Bild ganz genau so auf. Je nach Verstärkung und Qualität der Kamera, wird ein mehr oder weniger starkes Bildrauschen auftreten. Laienhaft ausgedrückt, das Bild wird grieselig (oder wie man es halt nennen will), unansehnlich und schlecht erkennbar.
Wenn man sich diese Zusammenhänge vor Augen führt, wird man auch ohne Testergebnisse aus dem Prüflabor für Kameras nachvollziehen können, dass die Verstärkung (also das Erhöhen der ISO-Zahl) einer digitalen Kamera ihre Grenzen hat. Das geht nicht beliebig weit, und in Kameratests wird auch häufig auf die maximale ISO-Zahl eingegangen, mit welcher die Kamera noch ohne starkes Rauschen – also sinnvoll – aufnehmen kann. Und das ist fast nie der maximale ISO Wert den der Hersteller der Kamera mitgegeben hat! Dieser maximale ISO Wert einer Videokamera ist überwiegend was für´s Marketing, aber sicher nicht für gute Pornoaufnahmen.

Alles das gilt wie immer für den Urlaubsfilm, den Dokumentarfilm etc. – aber halt eben auch für den Pornofilm.
Insofern ist also eine gut abgestimmt gewählte ISO-Einstellung der Kamera genauso für gute Bilder von entscheidender Bedeutung. Denn damit gibt man sich seinen nutzbaren Blenden<>Shutter Bereich vor. Willst du also z.B. die Tipps aus Teil 1 für Verschlusszeiten beachten, ist es nötig sich auch mit der ISO-Zahl und deren Auswirkungen auf (d)eine Pornoaufnahme zu beschäftigen.

Falls du mit einer Videokamera filmst, bei der du die Blende selbst (oder durch die Automatik) verstellen kannst, beeinflusst die Blende eine weitere Größe die für den gesamten Bildeindruck eine entscheidende Rolle spielt:

Die Schärfentiefe im Pornofilm

Die Schärfentiefe ist der Bereich (von vorne nach hinten), in welchem das Bild scharf abgebildet wird. Am Beispiel:

  • Hast du eine Landschaftsaufnahme die von vorne (quasi bei den Füßen des Fotografen/Kameramannes) bis zum Horizont scharf ist, sprich man von großem Schärfetiefenbereich.
  • Hast du eine Porträt-Aufnahme bei welcher der Kopf des Models scharf ist, aber die 3 Meter entfernte Wand dahinter schon unscharf ist, spricht man von einem kleinen Schärfetiefenbereich.

Dies alles spielt auch bei guten Pornovideos durchaus eine große Rolle!

Zu aller erst muss natürlich einmal das scharf sein, was deine Zuseher im Porno am meisten interessiert 😉
Auch wenn das gegeben ist, bleibt es aber ein großer Unterschied, ob die Bücher-Schrankwand im Hintergrund ebenso scharf abgebildet wird deine Akteure/Innen, oder eben schon (mehr oder weniger leicht) im unscharfen Bereich liegt.
Ist ersteres der Fall – also das man im Hintergrund der Porno-Action auch noch die Buchtitel im Wohnzimmeregal lesen kann – werden deine Akteure mit dem Hintergrund als „eins“ verschmelzen und wahrgenommen. So wird das Auge des Zusehers automatisch – weil unbewusst – auch von der noch so geilen Porno Action abgelenkt.
Ist hingegen die Aufnahme so gestaltet, dass der Schärfetiefenbereich präzise bei den Protagonisten (also da wo der Sex stattfindet) liegt und der Hintergrund unscharf ist, wird der Blick und die konzentrierte Wahrnehmung des Zusehers automatisch auf die Handlung (= der Sex) gelenkt. Denn es gibt keine anderen, dominanten Elemente im Bild – außer der geilen Porno Action. Der Betrachter fühlt sich so automatisch mehr in das Bild und – um es deutlich zu sagen – in einen guten Fick integriert.

Allgemein gilt hierbei:

  • Große Blendenöffnung (= kleine Blendenzahl) ergibt einen kleinen Schärfetiefenbereich (also viel Unschärfe vor und hinter der Schärfenebene)
  • Kleine Blendenöffnung (= große Blendenzahl) ergibt einen großen Schärfetiefenbereich (also wenig Unschärfe vor und hinter der Schärfenebene)

Die grundlegenden Möglichkeiten in wie weit der Schärfetiefenbereich überhaupt manipulierbar ist bzw. wo du einen Unschärfebereich ansetzen kannst, hängt bei gleichbleibendem Bildwinkel auch direkt von der Größe des Aufnahmechips (= Sensorgröße) ab. Hier gilt:

  • Je kleiner der Aufnahmechip, desto weniger (!) Unschärfe z.B. für den Bildhintergrund (& Vordergrund) wirst du technisch überhaupt erreichen können
  • Je größer der Aufnahmechip desto mehr Spielraum der Schärfetiefensteuerung (und damit auch der gewollten Unschärfe im Vorder-/Hintergrund) stehen dir zur Verfügung

Das heißt, mit einem Miniaturchip (z.B. im Handy, in Action-Cams oder in Urlaubscamcordern etc.) brauchst du gar nicht an Schärfentiefe und deren Möglichkeiten zur Bildgestaltung im Pornofilm denken! Mit den bei Pornoszenen verwendeten Objektivbrennweiten ist das Bild immer von vorne bis hinten knallig scharf – und basta!
Anders geht das aus rein physikalischen Gründen nicht. Bitte glaub es einfach – die Erklärung der zugrundeliegenden physikalischen Zusammenhänge auch in Abhängigkeit von der verwendeten Brennweite würde 3-4 eng beschriebene DIN A4 Seiten füllen. Der geneigte Leser findet dazu im I-Net reichlich Seiten die das schon erklärt haben 🙂

Für eine kalkulierbare Bildgestaltung bei Sex-Videos & Porno brauchst du eine geeignete Kamera

Wenn du gute Pornos unter verschiedensten Bedingungen mit gehobener Bildgestaltung anstrebst, brauchst du eine Kamera die mindestens einen 1″, einen Micro 4/3 (Four Thirds) oder APS-C Chip hat. Mit einer 2/3″ Kamera geht noch ein ganz klein wenig etwas – darunter ist dann aber definitiv Schluß mit Schärfeebenen! Denn der mögliche Schärfentiefebereich ist auch abhängig von der Objektivbrennweite. Bei Pornoaufnahmen wird aber nun mal nicht mit Tele-Brennweiten wie z.B. bei der Tierbeobachtung oder manchen Sportaufnahmen gearbeitet.
Und der immer wieder so gerne zitierte oder als Maßstab angelegte „Kino-Look“ lebt zu einem nicht unwesentlichen Teil auch von der bewusst eingesetzten Schärfentiefe!
Klar, ein Amateurporno soll kein Kino-Film sein oder sich gar damit messen. Aber denk daran – die grundlegenden technischen Zusammenhänge und Regeln zur Bildgestaltung gelten auch in der Pornografie.

Bleibt also übrig:
Um auch die Blende selbst & sinnvoll so steuern zu können, so dass du aktiv die Schärfentiefe beeinflussen kannst, musst du dich vorab mit den Aspekten der Belichtung hier weiter oben und in Teil 1 meines Tutorials beschäftigen. Nur so hast du die Möglichkeit, diesen Parameter aktiv zu steuern. Andernfalls macht deine Automatik vielleicht etwas, das du in diesem Moment/bei gerade dieser Pornoaufnahme so gar nicht brauchen kannst.

Auf weitere Aspekte der Schärfentiefe auch in Abhängigkeit von der Objektivbrennweite gehe ich in einem entsprechend später folgenden Teil des Tutorials ein. Dann schon in Verbindung mit dem Bezug zur allgemeinem Bildgestaltung im Porno.

Pornomodels sitzen vor den Aufnahmen beisammen

Am Porno Set vor den Aufnahmen


Einen grundsätzlichen Tipp darf ich dir aber schon an dieser Stelle mitgeben:

Wenn du anfängst dich für die bisher und noch folgenden Zusammenhänge aus diesem Tutorial zu interessieren…
… versuche nicht alles was du gelesen hast gleich auf einmal umzusetzen!

Konzentriere dich auf einen Faktor oder eine (!) Gegebenheit, die du bei deinem nächsten Porno-Dreh beachten und umsetzen willst. Wenn du das beherrscht, gehe zum nächsten Schritt.

Wie eine Person die kochen lernt: Dabei fängt auch niemand mit einem gesamten 5-Gänge Menü an, sondern immer mit den einzelnen Schritten/Gängen. Irgendwann mit zunehmender Erfahrung wirst du dann immer mehr Details ganz automatisch und routiniert zu einem „Gesamtbild“ zusammensetzen bzw. bei deinen Pornoaufnahmen gleichzeitig beachten können.
Nur im Fall eines misslungenen Kochversuches/Menüs kannst du deine Gäste immer noch in die nächste Fast-Food-Bude schicken
– aber bei Pornovideos gibt´s selten (zeitnah) eine zweite Chance wenn die Action einmal vorbei ist 😉

In diesem Sinn – halt die Kamera ruhig und bis zum nächsten Teil des Tutorials.
Diese Artikel darf gerne verlinkt, jedoch nicht ganz oder auszugsweise kopiert werden. Copyright: Ralph – Produzent, Kameramann und Regisseur von Production-Crew (Independent Video, Porn, Fetish & more…)

Falls du dich selbst nicht mit diesen ganzen Aspekten auseinander setzen möchtest, kannst du über uns auch gute Kameraleute als Freelancer buchen. Schreib uns dazu einfach hier an

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Tutorial gute Amateurpornos drehen – Teil 1 – Kamera, Licht, Aufnahmetechnik

Unser langjähriger Produzent Ralph (auch für freie Aufträge & Porno-Aufnahmen als Kameramann, DOP oder Regisseur zu buchen über http://www.production-crew.de) hat uns einige Artikel geschrieben, die auf die Grundvoraussetzungen für das Aufnahmen guter Pornos – und damit natürlich auch toller Amateurpornos – eingehen. Eine short-vita und einige Zeilen über ihn selbst findest du hier.
Hier erfährst du was alles du brauchst, um Pornos zu produzieren die nicht in der Masse untergehen.

Tutorial: Tipps um privat erfolgreich Pornos drehen

Diese Serie soll keine technische Anleitung in´s letzte Detail, kein Fach-Chinesisch-Tutorial – und kann auch kein Patentrezept „wie drehe ich ab morgen nur noch erfolgreich Amateurpornos“ – sein. Sie soll wesentlich mehr sein, und dem/der interessierten Leser/In einen umfassenden Überblick vermitteln, wie viel Know How hinter technisch und gestalterisch schönen & geilen Pornos steckt. Der/die interessierte Leser/In soll sich Tipps holen, welche Einzelbereiche sie/er als wichtig empfindet und vertiefen möchte. Los geht’s mit

Seminar für Kamera & Licht in Amateurpornos

Einleitung:
Wie bei jeder Videoproduktion, steht auch bei Amateurpornos das Wissen um die technischen Zusammenhänge ganz am Anfang. Denn letztendlich können die privaten Pornomodels noch so sexuell aufgeschlossen und die Story bzw. Location noch so toll sein – das alles muss auch in gute Bilder verpackt werden damit es den Zusehern/Innen rundum gefällt.
Nun kann heutzutage fast jedes Handy Video in Full-HD aufnehmen und auch jeder Consumer-Camcorder bringt verschiedene Automatikprogramme mit um sofort „losfilmen“ zu können. Und manchmal mag z.B. dieser spezielle Handy-Video-Lock auch ganz bewusst der Richtige sein. Im Großen und Ganzen wirst du aber mit „nur die Kamera draufhalten“ niemals auf Dauer erfolgreiche (also immer wieder gerne gesehene) Porno-Videos drehen. Die Bewertungen auf Porno-Amateurportalen spiegeln das wieder. Da gibt es wirklich geile Sexvideos mit heißen Pornodarstellerinnen – die schlecht bewertet werden weil der Kameramann nicht das zeigt bzw. aus technischen Gründen nicht zeigen kann was der Zuseher in Wirklichkeit sehen will 😉
Eine derartige Amateur-Bildqualität macht die geilste Porno-Action leider auf Dauer unansehnlich.

Was solltest du schon bei der Aufnahme eines Amateurpornos hinter der Kamera beachten?

Der (technische) Gesamteindruck eines Videobildes setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen, die sich überwiegend gegenseitig beeinflussen.

  • Es bringt nichts bei zu wenig Licht zu drehen, denn dann werden deine Porno-Szenen unterbelichtet oder verrauscht (grieselig). Zudem sehen deine Zuseher die wesentlichen Details (also direkt gesagt Muschi & Schwanz) nicht ausreichend gut. Da kann auch die beste Automatik nichts dagegen machen.
  • Es bringt aber auch nichts mit zu viel (!) Licht zu drehen, denn dann bekommen deine Porno-Videos einen überpräzisen oder sogenannten „klinischen“ Lock. Das ist vielleicht bei Sportaufnahmen gefragt, aber bei Pornofilmen ein großer Nachteil. Auch um zu viel Licht zu kompensieren haben Automatikprogramme nur begrenzte Möglichkeiten.

Bei jeder Kamera (also egal ob die Kamera im Handy oder bei einer hundertausend Euro teuren CINE-Cam) ergibt sich die Belichtung aus den drei Faktoren:

  • Blende (Iris)
  • Verschlusszeit (Shutter)
  • Empfindlichkeit des Chips (früher Film) = Einstellung in/der ISO-Zahl

Dabei beeinflusst die Blende ihrerseits die Schärfentiefe und in Extremen (z.B. Offenblende) auch oft die Abbildungsleitung des Objektives. Die Verschlusszeit der Kamera wiederum ist zu einem großen Teil für den Bildeindruck verantwortlich. Kurze bis kürzeste Verschlusszeiten geben ein „klinisches“ und überscharf gezeichnetes Bild, welches im Porno niemand haben will. Hier sind smoothe, schöne, weiche Bilder schon alleine wegen der positiven Abbildung der menschlichen Haut gefragt. Lange Shutter-Zeiten hingegen können bis in den Bereich der Bewegungsunschärfe (oder gar Verwackelungsunschärfe) gehen.
Jeder Aufnahmechip einer digitalen Video-Kamera hat einen Empfindlichkeitsbereich, in dem er zufriedenstellend arbeitet. Denn deine Porno-Videos sollen ja einerseits keine Low-Light Artefakte (z.B. Bildrauschen) aufweisen. Und andererseits gleichzeitig einen Kontrastumfang haben der beispielsweise neben den hellen Hautpartien „normaler“ Haut auch die oft im dunkleren liegenden, intimen Bereiche gut sichtbar abbildet. Dies alles gleichzeitig kann ein Kamerachip aber nur, wenn er nicht bis zur technisch machbaren Grenze ausgereizt wird.

Mit diesen drei Anpassungsmöglichkeiten (Iris, Shutter, ISO) arbeitet auch die Automatik deiner Kamera. Und versucht damit „gute“ Bilder zu machen. Nun kann aber auch bei Pornoaufnahmen im Amateurbereich keine Kamera die Grenzen der Physik für dich aufheben. Das heißt

Du musst dich als Kameramann / Frau für gute Amateurpornos mit technischen Aspekten auseinandersetzen
– wenn du nichts dem Zufall überlassen willst!

Es hilft nichts pauschal „so viel Licht wie möglich“ zu machen. Es hilft aber auch nichts, den (oft durch Werbung suggerierten) „tollen Low-Light Qualitäten“ deiner Kamera zu vertrauen, und dann minderwertiges Video-Material zu produzieren. Das Licht muss den Aufnahmemöglichkeiten (= technisches Niveau & Einstellmöglichkeiten) der Kamera angepasst sein, um gute bis sehr gute Ergebnisse zu liefern.
Gleichzeitig sollte die Art der Ausleuchtung zu deiner Porno-Szene stimmig sein (dazu aber in einem anderen Artikel über die gestalterischen Aspekte mehr…)

Es gibt noch einen weiteren Faktor, der in Pornovideos wichtig ist und so gut wie 1:1 vom Licht abhängig ist:

Der Autofocus im Pornofilm

Pornovideos werden heutzutage häufig kontinuierlich, also am Stück gedreht. Das Gegenteil wäre „szenisch“ – d.h wo jede Porno-Stellung einzeln eingerichtet (ggf. auch eingeleuchtet) wird und so mit Pausen zwischen den einzelnen Takes aufgenommen wird.
Wenn du deine Pornos kontinuierlich drehst, bist du auf einen gut und präzise arbeitenden Autofocus angewiesen. Zudem sind die Pornomodels ja quasi „bewegte Objekte“ – zumindest in den meisten Fällen. Das stellt den Autofocus vor weitere Anforderungen. Und eine heftige Porno-Action mit dem manuellen Focus (als die Schärfe von Hand einstellen & nachführen) zu drehen, erfordert extrem viel Übung und Können.

Daher solltest du dir zum Thema Autofocus im Porno 2 Dinge vor Augen führen:

  1. Dein Autofocus arbeitet nur ab einer bestimmten Lichtmenge (Helligkeit) zuverlässig. Auch wenn die Bilder selbst vielleicht noch brauchbar werden, kann das für den Autofocus schon zu wenig Licht sein.
  2. Viele Autofocus-Systeme kann man vorab einstellen. Beispielsweise ob nur ein Sensor in der Bildmitte verwendet wird oder (falls vorhanden) mehrere über die Bildfläche verteilte Kreuzsensoren berücksichtigt werden.
  3. Eine weitere ggf. vorhandene Einstellung des Autofocus wäre „One Shot“ oder „Cont.“. Das heißt, ob dein Autofocus die Schärfe einmal vor/zu Begin der Aufnahme einstellt und dabei bleibt, oder ob das System die Schärfe kontinuierlich nachführt. Diese „Nachführen“ kann dann aber zu wechselnden Schärfebenen (pumpen) führen.

Alles zusammen entspechend beachtet, soll & kann einen „pumpenden“ Autofocus vermeiden (denn das sollen ja wohl eher deine Pornodarsteller & Pornodarstellerinnen…), oder langsam „wandernede“ Schärfe ausschließen. Weiterhin führt ein richtig eingestelltes/vorgewähltes Messsystem zu einer Bildschärfe in den Bereichen wo du es möchtest. Es ist ein Unterschied ob du Sex-Action in der Doggystellung zwischen den Beinen der beiden Porno-Models aufnimmst, oder eine Szene mit der Totale eines Raumes wo mehrere Pärchen gleichzeitig Sex haben.

Bei alle dem ist auch die Framerate deiner Video-Aufnahme von entscheidender Bedeutung. Diese kannst & musst (!) du auch als Porno-Kameramann / Frau vorab auswählen und an deiner Kamera einstellen.
Auch hier gilt wieder: Nicht unbedingt (bzw. unüberlegt fast nie) ist „einfach das maximal Machbare einstellen“ die beste Lösung. Meistens sind 60 FPS (frames per second = Bilder in der Sekunde) das Maximum was eine Kamera kann. Aber

  • erstens ist ein riesiger Unterschied ob 60/50p oder 60/50i (p steht für picturesi für interlaced)
  • zweitens kannst du im europäischen Stromnetz mit 50 Hz und daran betriebenen, nicht kompensierten Lichtquellen bei 60fps Aufnahmen ein riesiges Problem mit Bildflimmern bekommen!

Weiterhin ist zu beachten, dass deine Video-Kamera mit keiner längeren Belichtungszeit sinnvoll arbeiten kann, als der theoretische Wert: Sekunde/fps.
Bei 60fps ergibt sich daraus eine theoretisch längste Verschlusszeit von 1/60 Sekunde. Bei 25fps wäre das immerhin schon 1/25 Sekunde – also mehr als doppelt soviel Belichtungszeit für jedes Einzelbild / Frame. Das gibt dir (bzw. eben der Kameraautomatik) seitens Shutter-Speed (= Belichtungszeit des Einzelbildes) wesentlich mehr Belichtungsspielraum. Oder nochmal anders herum gesagt: Die Summe der Belichtungsdauer jedes Einzelbildes pro Sekunde kann insgesamt natürlich nicht mehr als eine Sekunde sein. Du kannst nicht pro Sekunde 50 Bilder aufnehmen, wenn jedes Bild mit 1/25 Sekunde belichtet wird.
Dies ist aber nur ein theoretischer Wert, denn zwischen der Aufnahme der einzelnen Bilder vergeht – wenn auch wenig – doch eine gewisse Zeit in deiner Kamera. Und mit Abnahme der längsten möglichen Belichtungszeit (zur Erinnerung: 1/25 Sekunde ist doppelt so lange wie 1/50 Sekunde!) nimmt auch der Spielraum ab schlechte Lichtsituationen teilweise mit dem Kamera Shutter-Speed auszugleichen.

Als grobe (!) Faustregel auch für gute Pornoaufnahmen gilt:
Belichtungszeit = 2x Kehrwert der Framerate oder kürzer; als bei 50fps Aufnahmen mindestens 1/100 Sekunde oder kürzer (bei 25fps 1/50 Sekunde!). Wobei ab ca. 1/150-1/200 Sekunde Shutter schon der oben beschriebene „überscharfe & klinische“ Bildeindruck beginnt. Dann sieht es eben aus wie es aussieht, wenn man in einer kleinen Location (wie Schlafzimmer o.ä.) als Licht 2 Baumarktscheinwerfer stellt und „mit der Kamera draufhält wenn gefickt wird“…
Eigentlich viel zu hell, von der Automatik auf ein erträgliches Maß reduziert
>>> und dadurch weder ein schönes, hautgerechtes Bild noch angenehme Farben & Kontraste. Schade um die Szene!

Jedoch hat die Framerate nicht nur Einfluss auf mögliche Belichtungszeiten, sondern zieht auch weitere zu beachtende Faktoren in Nachbearbeitung & Verbreitung nach sich.

Im nächsten Teil geht es dann um die Möglichkeiten die Belichtungsspielräume zu erweitern sowie um Schärfentiefe, Sensorgrößen, ISO-Zahl usw.
Dnach folgen Framerate in Bezug auf Lichtquellen, Ausspielwege (Internet, TV, Computermonitore etc.), Weißabgleich & Mischlicht, Rendering & Porno Videos in der Postproduction etc.

Diese Artikel darf gerne verlinkt, jedoch nicht ganz oder auszugsweise kopiert werden. Copyright: Ralph von Production-Crew (Independent Video, Porn, Fetish & more…)

Falls du dich selbst nicht mit diesen ganzen Aspekten auseinander setzen möchtest, kannst du über uns auch gute Kameraleute als Freelancer buchen. Schreib uns dazu einfach hier an

Für das Schreiben der Texte bedankt sich das ganze Team von Pornocasting 4you

Hier geht´s weiter zu Teil 2 des Porno-Tutorials