Auch du kannst erfolgreich Model & Pornodarstellerin werden

Tutorial gute Amateur-Pornofilme drehen – Teil 2 – Belichtungsspielraum und Schärfentiefe, Sensorgröße

Pornovideos selbst gemacht…

Auch hier wieder ein paar Worte vorweg: Pornovideos unterliegen den selben technischen und gestalterischen Gesetzmäßigkeiten wie jeder andere (Video-)Film auch. Deshalb kann und wird dieses Porno-Tutorial keine Beschreibung im Sinne einer DIY (Do It Yourself) Anleitung „so wird´s gemacht“ sein. Ich zeige hier die Grundlagen technischer (und später) gestalterischer Aspekte auf, die für Pornovideos gelten. Genau wie auf einer Filmakademie, wo man auch nicht lernt z.B. den „perfekten Thriller“ zu drehen – sondern das grundlegende Handwerkszeug dazu vermittelt bekommt.
Welche/n Aspekt/e die oder der Leser/In dann als für sich und die eigenen Projekte als interessant und beachtenswert empfindet, bleibt jeder/jedem Einzelnen überlassen. Um diese zu vertiefen gibt es genug Foren und andere informative Seiten im Internet. Hier unten in der Diskussion/Kommentarfunktion kannst du aber gerne auch Fragen stellen, die ich beantworte.

Nach Teil 1 dieses Tutorials geht es weiter mit einem bisher noch der bisher nicht beachteten Aspekt bzgl. Licht & Belichtung:

Vergrößerung des Belichtungsspielraumes im Pornovideo

zum Beispiel durch ND-Filter oder Anpassung der ISO-Zahl.
ND-Filter (Neutral Density = Graufilter) sind Vorsatzlinsen oder in die Kamera eingebaute und zuschaltbare Filter, die ohne die Farbe zu ändern einen Teil des Lichtes „schlucken“. Sie werden dazu verwendet, in (zu) hellen Umgebungen den Lichteinfall in´s Objektiv und damit auf den Aufnahmechip zu reduzieren, um dann die Blende & Belichtungszeit wieder in einem der Aufnahme angepassten Rahmen einstellen zu können (siehe dazu auch Teil 1 = Shutter-Geschwindigkeit im Porno).
Früher wurden ND-Filter überwiegend nur bei sehr aufwändigen Produktionen (Foto & Video) eingesetzt. Aber mit der weiten Verbreitung von Kameradrohnen haben sie auch Einzug bei Amateur- und Hobbyfilmern gefunden. Zu jeder halbwegs guten Drohne findest du im Zubehörhandel ND-Filter. Denn wie im Porno wird auch bei bewegten Drohnen-/Flug-Aufnahmen oft ein weiches, angenehmes Bild angestrebt. Und das geht halt nicht mit einer Shutter-Geschwindigkeit von 1/500 Sekunde oder kürzer. Die Blende möglichst wenig zu öffnen bringt es auch nicht unbedingt (> siehe weiter unten bei Schärfentiefe)
Wenn du also öfters Porno-Szenen in hellen bis sehr hellen Umgebungen drehst (z.B. Outdoor im Sommer oder mit hellem, nicht dimmbaren Zusatzlicht indoor), solltest du dich vielleicht näher mit ND-Filtern beschäftigen.

Eine weitere Möglichkeit die Belichtung zu beeinflussen bzw. den Belichtungsspielraum anzupassen, ist die ISO Zahl.
Kurz zur Historie: Früher hatte ein Film (egal ob Fotoformat wie Kleinbild oder Mittelformat bzw. für Bewegtbilder wie 8, 16 ,32mm) eine feste Lichtempfindlichkeit. Oft genutzte Urlaubs-Kleinbildfilme für Strandaufnahmen hatten meist 100 ISO (genauer 100 ASA – aber das spielt hier keine Rolle), ein Klassiker unter höher empfindlichen Filmen für die Fotografie wäre der Schwarz-Weiß Film Illford HP5 mit 400 ASA (=ISO). Dieser Film wurde wegen seiner produktionsbedingten Körnigkeit gepaart mit hoher Lichtempfindlichkeit oft für erotische Aufnahmen und durchaus auch für Porn-Art und andere Pornografie eingesetzt.

Pornovideos mit der Digitalkamera drehen & die Einstellungen verstehen

Mit zunehmender Empfindlichkeit des Films bzw. Aufnahmemediums, kannst du also bei gleicher Blende mit kürzerer Verschlusszeit (Shutter) arbeiten, oder bei gleicher Verschlusszeit weiter abblenden (= die Blende weiter schließen, was eben die Schärfentiefe beeinflusst).
Die ISO-Einstellung an modernen Digitalkameras suggerieren nun, dass der Aufnahmechip fast beliebig innerhalb der wählbaren ISO Werte in seiner Empfindlichkeit – ohne weitere Effekte nach sich zu ziehen – verändert werden kann. Das stimmt aber so leider nicht. Man kann keinen Aufnahmechip (egal ob CCD, CMOS usw.) und dessen Eigenschaften mit einer externen Einstellung physikalisch verändern.
Vielmehr hat jeder elektronische Bildwandler (wozu Aufnahmechips zählen) einen sogenannten nativen ISO-Wert. Das ist die Empfindlichkeit, welche der Chip einfach „hat“, weil er so entworfen wurde.
Wenn ein Chip beispielsweise nativ eine Empfindlichkeit von ISO 400 hat, wird bei der Verstellung der Kamera auf ISO 100 (zur Erinnerung: 100 ISO ist weniger lichtempfindlich wie 400 ISO) einfach „elektronisch unterbelichtet“. Der Bildprozessor in der Kamera wird also Teile der Helligkeit „wegrechnen“. Dies ist im überwiegenden Fall ohne (merklichen) Qualitätsverlust möglich.
Der umgekehrte Fall wäre, eine Kamera mit nativem 400 ISO Chip auf 1600 oder 3200 ISO usw. einzustellen. Dann muss der Bildprozessor elektronisch „überbelichten“, was nichts anderes heißt als die vom Chip kommenden Bildinhalte zu verstärken. Jetzt kennt sicher jeder das Phänomen einer voll aufgedrehten Musikanlage, auf welcher momentan eine Pause zwischen den Liedern ist:
Es rauscht in den Lautsprechern. Je nach Qualität der Musikanlage eben stärker oder schwächer.

Und genau dieser Effekt tritt bei einem verstärkten Bild ganz genau so auf. Je nach Verstärkung und Qualität der Kamera, wird ein mehr oder weniger starkes Bildrauschen auftreten. Laienhaft ausgedrückt, das Bild wird grieselig (oder wie man es halt nennen will), unansehnlich und schlecht erkennbar.
Wenn man sich diese Zusammenhänge vor Augen führt, wird man auch ohne Testergebnisse aus dem Prüflabor für Kameras nachvollziehen können, dass die Verstärkung (also das Erhöhen der ISO-Zahl) einer digitalen Kamera ihre Grenzen hat. Das geht nicht beliebig weit, und in Kameratests wird auch häufig auf die maximale ISO-Zahl eingegangen, mit welcher die Kamera noch ohne starkes Rauschen – also sinnvoll – aufnehmen kann. Und das ist fast nie der maximale ISO Wert den der Hersteller der Kamera mitgegeben hat! Dieser maximale ISO Wert einer Videokamera ist überwiegend was für´s Marketing, aber sicher nicht für gute Pornoaufnahmen.

Alles das gilt wie immer für den Urlaubsfilm, den Dokumentarfilm etc. – aber halt eben auch für den Pornofilm.
Insofern ist also eine gut abgestimmt gewählte ISO-Einstellung der Kamera genauso für gute Bilder von entscheidender Bedeutung. Denn damit gibt man sich seinen nutzbaren Blenden<>Shutter Bereich vor. Willst du also z.B. die Tipps aus Teil 1 für Verschlusszeiten beachten, ist es nötig sich auch mit der ISO-Zahl und deren Auswirkungen auf (d)eine Pornoaufnahme zu beschäftigen.

Falls du mit einer Videokamera filmst, bei der du die Blende selbst (oder durch die Automatik) verstellen kannst, beeinflusst die Blende eine weitere Größe die für den gesamten Bildeindruck eine entscheidende Rolle spielt:

Die Schärfentiefe im Pornofilm

Die Schärfentiefe ist der Bereich (von vorne nach hinten), in welchem das Bild scharf abgebildet wird. Am Beispiel:

  • Hast du eine Landschaftsaufnahme die von vorne (quasi bei den Füßen des Fotografen/Kameramannes) bis zum Horizont scharf ist, sprich man von großem Schärfetiefenbereich.
  • Hast du eine Porträt-Aufnahme bei welcher der Kopf des Models scharf ist, aber die 3 Meter entfernte Wand dahinter schon unscharf ist, spricht man von einem kleinen Schärfetiefenbereich.

Dies alles spielt auch bei guten Pornovideos durchaus eine große Rolle!

Zu aller erst muss natürlich einmal das scharf sein, was deine Zuseher im Porno am meisten interessiert 😉
Auch wenn das gegeben ist, bleibt es aber ein großer Unterschied, ob die Bücher-Schrankwand im Hintergrund ebenso scharf abgebildet wird deine Akteure/Innen, oder eben schon (mehr oder weniger leicht) im unscharfen Bereich liegt.
Ist ersteres der Fall – also das man im Hintergrund der Porno-Action auch noch die Buchtitel im Wohnzimmeregal lesen kann – werden deine Akteure mit dem Hintergrund als „eins“ verschmelzen und wahrgenommen. So wird das Auge des Zusehers automatisch – weil unbewusst – auch von der noch so geilen Porno Action abgelenkt.
Ist hingegen die Aufnahme so gestaltet, dass der Schärfetiefenbereich präzise bei den Protagonisten (also da wo der Sex stattfindet) liegt und der Hintergrund unscharf ist, wird der Blick und die konzentrierte Wahrnehmung des Zusehers automatisch auf die Handlung (= der Sex) gelenkt. Denn es gibt keine anderen, dominanten Elemente im Bild – außer der geilen Porno Action. Der Betrachter fühlt sich so automatisch mehr in das Bild und – um es deutlich zu sagen – in einen guten Fick integriert.

Allgemein gilt hierbei:

  • Große Blendenöffnung (= kleine Blendenzahl) ergibt einen kleinen Schärfetiefenbereich (also viel Unschärfe vor und hinter der Schärfenebene)
  • Kleine Blendenöffnung (= große Blendenzahl) ergibt einen großen Schärfetiefenbereich (also wenig Unschärfe vor und hinter der Schärfenebene)

Die grundlegenden Möglichkeiten in wie weit der Schärfetiefenbereich überhaupt manipulierbar ist bzw. wo du einen Unschärfebereich ansetzen kannst, hängt bei gleichbleibendem Bildwinkel auch direkt von der Größe des Aufnahmechips (= Sensorgröße) ab. Hier gilt:

  • Je kleiner der Aufnahmechip, desto weniger (!) Unschärfe z.B. für den Bildhintergrund (& Vordergrund) wirst du technisch überhaupt erreichen können
  • Je größer der Aufnahmechip desto mehr Spielraum der Schärfetiefensteuerung (und damit auch der gewollten Unschärfe im Vorder-/Hintergrund) stehen dir zur Verfügung

Das heißt, mit einem Miniaturchip (z.B. im Handy, in Action-Cams oder in Urlaubscamcordern etc.) brauchst du gar nicht an Schärfentiefe und deren Möglichkeiten zur Bildgestaltung im Pornofilm denken! Mit den bei Pornoszenen verwendeten Objektivbrennweiten ist das Bild immer von vorne bis hinten knallig scharf – und basta!
Anders geht das aus rein physikalischen Gründen nicht. Bitte glaub es einfach – die Erklärung der zugrundeliegenden physikalischen Zusammenhänge auch in Abhängigkeit von der verwendeten Brennweite würde 3-4 eng beschriebene DIN A4 Seiten füllen. Der geneigte Leser findet dazu im I-Net reichlich Seiten die das schon erklärt haben 🙂

Für eine kalkulierbare Bildgestaltung bei Sex-Videos & Porno brauchst du eine geeignete Kamera

Wenn du gute Pornos unter verschiedensten Bedingungen mit gehobener Bildgestaltung anstrebst, brauchst du eine Kamera die mindestens einen 1″, einen Micro 4/3 (Four Thirds) oder APS-C Chip hat. Mit einer 2/3″ Kamera geht noch ein ganz klein wenig etwas – darunter ist dann aber definitiv Schluß mit Schärfeebenen! Denn der mögliche Schärfentiefebereich ist auch abhängig von der Objektivbrennweite. Bei Pornoaufnahmen wird aber nun mal nicht mit Tele-Brennweiten wie z.B. bei der Tierbeobachtung oder manchen Sportaufnahmen gearbeitet.
Und der immer wieder so gerne zitierte oder als Maßstab angelegte „Kino-Look“ lebt zu einem nicht unwesentlichen Teil auch von der bewusst eingesetzten Schärfentiefe!
Klar, ein Amateurporno soll kein Kino-Film sein oder sich gar damit messen. Aber denk daran – die grundlegenden technischen Zusammenhänge und Regeln zur Bildgestaltung gelten auch in der Pornografie.

Bleibt also übrig:
Um auch die Blende selbst & sinnvoll so steuern zu können, so dass du aktiv die Schärfentiefe beeinflussen kannst, musst du dich vorab mit den Aspekten der Belichtung hier weiter oben und in Teil 1 meines Tutorials beschäftigen. Nur so hast du die Möglichkeit, diesen Parameter aktiv zu steuern. Andernfalls macht deine Automatik vielleicht etwas, das du in diesem Moment/bei gerade dieser Pornoaufnahme so gar nicht brauchen kannst.

Auf weitere Aspekte der Schärfentiefe auch in Abhängigkeit von der Objektivbrennweite gehe ich in einem entsprechend später folgenden Teil des Tutorials ein. Dann schon in Verbindung mit dem Bezug zur allgemeinem Bildgestaltung im Porno.

Pornomodels sitzen vor den Aufnahmen beisammen

Am Porno Set vor den Aufnahmen


Einen grundsätzlichen Tipp darf ich dir aber schon an dieser Stelle mitgeben:

Wenn du anfängst dich für die bisher und noch folgenden Zusammenhänge aus diesem Tutorial zu interessieren…
… versuche nicht alles was du gelesen hast gleich auf einmal umzusetzen!

Konzentriere dich auf einen Faktor oder eine (!) Gegebenheit, die du bei deinem nächsten Porno-Dreh beachten und umsetzen willst. Wenn du das beherrscht, gehe zum nächsten Schritt.

Wie eine Person die kochen lernt: Dabei fängt auch niemand mit einem gesamten 5-Gänge Menü an, sondern immer mit den einzelnen Schritten/Gängen. Irgendwann mit zunehmender Erfahrung wirst du dann immer mehr Details ganz automatisch und routiniert zu einem „Gesamtbild“ zusammensetzen bzw. bei deinen Pornoaufnahmen gleichzeitig beachten können.
Nur im Fall eines misslungenen Kochversuches/Menüs kannst du deine Gäste immer noch in die nächste Fast-Food-Bude schicken
– aber bei Pornovideos gibt´s selten (zeitnah) eine zweite Chance wenn die Action einmal vorbei ist 😉

In diesem Sinn – halt die Kamera ruhig und bis zum nächsten Teil des Tutorials.
Diese Artikel darf gerne verlinkt, jedoch nicht ganz oder auszugsweise kopiert werden. Copyright: Ralph – Produzent, Kameramann und Regisseur von Production-Crew (Independent Video, Porn, Fetish & more…)

Falls du dich selbst nicht mit diesen ganzen Aspekten auseinander setzen möchtest, kannst du über uns auch gute Kameraleute als Freelancer buchen. Schreib uns dazu einfach hier an

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